Ein Interview mit Fotograf und Entdecker Chris Martischius

Christian Martischius outside drinking a cup of coffee next to a fire

Über Chris Martischius

Egal, ob es an der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan glühend heiß oder an der zugefrorenen Beringstraße 80 Grad kalt ist - es sind vor allem die wilden, kargen Orte und die Geschichten ihrer Bewohner, die Chris seit seiner Kindheit faszinieren. Geboren wurde Chris im Südwesten Deutschlands und dort ist er auch aufgewachsen. Seine Arbeiten als Fotograf und Journalist wurden von großen deutschen und internationalen Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht. Gerade ist er von einer 1000 Kilometer langen Packrafting-Expedition in Alaska zurückgekehrt.

Christian neben seinem Packraft an einem Fluß

Worum ging es bei deinem letzten Abenteuer?

Alaska hat den Beinamen „Last Frontier“ (letzte Grenze) und ist fast fünfmal so groß wie Deutschland - und hat weniger Einwohner als Frankfurt. Der Eindruck, den die meisten Europäer haben, wenn sie an den 49. Bundesstaat der USA denken, ist voller Stereotypen und wird immer wieder von den gleichen alten Bildern beherrscht. 
 
Unser Ziel war es, tiefer in diese faszinierende Region einzutauchen und abseits der Touristenpfade in einer der entlegensten Regionen Alaskas zu wandern. Mehr als 1000 Kilometer in der Wildnis von den Bergen der Brooks Range bis zum mächtigen Yukon River in Wanderungen und beim Packrafting zurückzulegen, war eine echte sportliche Herausforderung. Aber vor allem waren diese sechs Wochen in der Wildnis eine großartige Gelegenheit, diesen Teil Alaskas mit neuen Augen zu sehen und mehr über das Land und die Menschen, die es ihr Zuhause nennen, zu erfahren.

Christian auf einem Holzblock mit einem Lagerfeuer vor ihme und einem Fluß und Wald dahinter

Was ist der wichtigste Teil der Ausrüstung auf einer solchen Reise?

Ich glaube nicht, dass es so etwas wie DEN einen wichtigsten Teil der Ausrüstung gibt. Wir haben alles mögliche erlebte - von schweren Gewittern und heftigem Gegenwind bis hin zu extrem schwierigen Wanderungen in der Wildnis und einigen medizinischen Problemen. Einige Teile unserer Ausrüstung haben uns im Stich gelassen und so mussten wir ständig improvisieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es oft die vermeintlichen Kleinigkeiten sind, die einem dann das Genick brechen können. Vor allem in so rauen oder abgelegenen Umgebungen wie Hochgebirgen, Wüsten oder arktischen Regionen. 
 
Ich denke, man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass Schuhe zu den wichtigsten Dingen gehören, die eine Reise entweder ruinieren oder sie zu einem Erfolg machen können. Einmal musste ich eine Expedition mit Erfrierungen an den Zehen abbrechen, nur weil das Innenfutter meiner Stiefel nicht optimal war. Wenn man sich schnell und sicher bewegen kann, kann das Leben retten - vor allem, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen. Aber genau darum braucht man die richtigen Schuhe. Es war nicht einfach, für dieses besondere Abenteuer Stiefel zu finden, die sowohl bis zu den Knien wasserdicht waren, damit sie fürs Paddeln geeignet waren, aber gleichzeitig stabil genug, sodass wir 35 Kilogramm auf dem Rücken durch unwegsame Wälder und alpines Terrain tragen konnten. Aber die Muckmaster-Stiefel erwiesen sich als die perfekte Wahl.

Toe print and wellington footprint in mud

Wie sieht dein persönliches Resümee nach diesen abenteuerlichen 6 Wochen in der Wildnis aus? 

Es ist unmöglich, alle unsere Abenteuer und Erlebnisse mit nur wenigen Worten zu beschreiben, aber die Redensart „Hoffe auf das Beste, aber bereite dich auf das Schlimmste vor“ brachte es in vielen Situationen genau auf den Punkt.

Christian sat on a slope with blue sky, clouds and mountains behind

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